Termine

Do Mär 07, 2019 @19:30 - 21:30
Übung Aktiv A-J
Sa Mär 09, 2019 @13:30 - 15:30
Arbeitseinsatz
Mo Mär 11, 2019 @19:00 - 20:30
ATS G1 Übung
Mi Mär 13, 2019 @19:00 - 20:30
ATS G2 Übung

Letzte Einsätze:

22.01.2019 um 14:28 Uhr

Brand im Freien, Holzstoß
mehr...

19.01.2019 um 14:41 Uhr

ausgelöste Brandmeldeanlage; Industriebetrieb
mehr...

19.01.2019 um 00:56 Uhr

ausgelöste Brandmeldeanlage; Industriebetrieb
mehr...

Unwetterwarnungen

Unwetterwarnung für Kreis und Stadt Regensburg :
Insgesamt sind 2 Warnung(en) aktiv. Weitere Informationen auf https://www.dwd.de
Quelle: Deutsche Wetterdienst
Letzte Aktualisierung 20/02/2019 - 01:39 Uhr

  • P1200567_HP
Als Eröffnungsübung am vergangenen Samstag galt es beim Automobilzulieferer SMP in Schierling einen Gefahrgutunfall zu bewältigen. Beim Versetzen eines 1000l-Containers mit dem Stapler war der Gefahrstoffbehälter leckgeschlagen, vier Mitarbeiter waren mit dem Stoff in Berührung gekommen und im Gefahrenbereich verletzt worden.

Laut Alarmplan wurden zu diesem Schadensfall die FF Schierling, Eggmühl und Laichling gerufen, sowie die Landkreisführung mit Kreisbrandrat Wolfgang Scheuerer, Kreisbrandinspektor Thomas Dietz und Kreisbrandmeister Wilfried Hausler, welcher auch die Einsatzleitung als örtlich zuständiger Kommandant übernahm.Weiterhin waren die Chemieschutzeinheiten der FF Neutraubling, FF Pentling und FF Sünching, sowie der Kreisbrandmeister für Gefahrgut Manuel Odwody alarmiert worden.

 

 

Als erster war die FF Schierling vor Ort und nahm erste Informationen über das Unglück an der Pforte entgegen. Die austretende Flüssigkeit sowie die entstehenden Gase verhinderten die sofortige Bergung der Verletzten. Da der Selbstschutz stets an erster Stelle steht, wurde die Erkundung bereits unter Atemschutz vorgenommen. Mit dem ersten Verletzten, einer Ersteinschätzung der Lage sowie der UN-Gefahrstoffnummer kam der erste Atemschutztrupp zurück an die sich bereits im Aufbau befindliche Not-Dekontaminierungsstation.

Mit dem Wissen um die Gefährlichkeit der Situation konnten die weiteren Verletzten geborgen werden und ein Auffangbehälter unter die Schadstelle am Container gestellt werden.

 

Nun galt es Verletzte und Einsatzkräfte, die sich im Gefahrenbereich aufgehalten haben zu dekontaminieren. Das bedeutet, dass alle mit dem Gefahrstoff in Berührung gekommene Kleidungsstücke, Ausrüstungsteile und Personen gründlich in einem mehrstufigen Verfahren gereinigt werden müssen. Teilweise müsste im Ernstfall das verwendete Einsatzmaterial sowie die Kleidung der Betroffenen gänzlich entsorgt werden.

 

 

In der Zwischenzeit waren die Spezialeinheiten mit erweiterter Ausrüstung eingetroffen. In Chemievollschutzanzügen worunter die Atemschutzausrüstung getragen wird wurde die Leckage abgedichtet, sowie der Gehrstoff umgepumpt. Alle Arbeiten, die unter Atemschutz oder in Chemieschutzanzügen stattfinden extrem gefährlich und kräftezehrend, so dass diese immer einer besonderen Überwachung unterstellt werden.

 

P1200513 hpNachdem die Verletzten die Not-Dekontamination der FF Schierling durchlaufen hatten, wurden diese durch die Rettungskräfte der Malteser, die sich auf eine große Zahl von Verletzten eingerichtet hatten, gesichtet um eine erste Einschätzung vorzunehmen.

Vor dem Abtransport mit den bereitstehenden Rettungswägen wurden die Verletzten durch die erweitere Reinigung und Versorgung in der sog. „Dekon P“-Station der FF Pentling geschleust. Dafür ist eine große Menge an Wasser notwendig, welches nach Benützung auch wieder aufgefangen und fachgerecht entsorgt werden muss.

 

Aufgrund der schlechten Witterung hatten sich nur wenige Schaulustige eingefunden. Jedoch fand sich unzähliges Fachpublikum in Form der Mitglieder der nicht alarmierten Marktwehren sowie der Feuerwehrführung aus dem gesamten Landkreis Regensburg ein. Bürgermeister Christian Kiendl und einige Markgemeinderäte ließen sich vom Dauerregen ebenfalls nicht abhalten. Über die zahlreichen Teilnehmer und das große ehrenamtliche Engagement freute sich Hr. Lang von der SMP bei der anschließenden Brotzeit in der Werkskantine besonders. Bei aller Bereitschaft zu helfen, muss man auch fachlich helfen können und mit der richtigen Ausrüstung ausgestattet sein, denn „helfen will gelernt sein“ so KBR Scheuerer.